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10 kurze Fragen an DJ Thomy Thunder

15. Mai 2017
1.) Hallo Thomy Thunder, wie lange bist du DJ und womit bist du gestartet ?

Ich lege seit 1998 auf. Angefangen habe ich beim Freien Radio Stuttgart und in der Bar meines Studentenwohnheims in Stuttgart (Max-Kade-Heim). Mit dem intensiven Plattensammeln ging es bereits früher los, als ich für ein Jahr in Frankfurt am Main gelebt habe. Da hatte der Saturn eine riesengrosse Vinylabteilung, quasi ein ganzes Stockwerk voller Maxis und LPs!

2.) Wolltest du schon immer DJ werden ?

Es hat sich nach und nach aus der Leidenschaft für Musik entwickelt, Musik-Fan war ich schon immer. Ich weiss noch, wie ich als Kind auf Mamis altem Plattenspieler die Schallfolie, die dem Micky-Maus-Magazin als Extra begelegt war, auf der Run DMCs „It's Tricky“ lief, hin und her „gescratcht“ habe. Ich habe zu Beginn meiner DJ-Zeit auch selbst Musik produziert (unter dem Namen ME/MYSELF&I, später MMI Production) und wollte meine Tracks gerne im Club spielen.

3.) Was waren die grössten Einflüsse für dich als du gestartet bist ?

Die kamen aus allerlei Richtungen. Zu dieser Zeit habe ich viel Dub, Reggae und Dancehall, aber auch Hip Hop, Trip Hop und Big Beat gehört. Ich war regelmässig in Plattenläden unterwegs und habe dort nach interessanten Vinyl-Scheiben geguckt. Viele dieser Läden gibt es leider nicht mehr (Lerche, Soundshop, Vinyl West, WOM, Freddy's, Imports), andere haben zum Glück überlebt (Second Hand Records, Rimpo Tü, Plattenlädle RT, Sound Circus, Ulm). Ausserdem habe ich gerne Live-Konzerte besucht, in Clubs den DJs zugehört und ihnen „auf die Finger geschaut“. All das hat mich inspiriert und beeinflusst.

4.) Mit wem würdest du gerne einmal zusammen Auflegen und warum?

Ich würde gerne die Instrumentals für meinen Lieblings-MC KRS-ONE aus New York droppen. Der ist über 50 Jahre alt, aber rockt Mikro, Bühne und Crowd wie sonst was. Habe es erst vergangenen Monat in der Schräglage in Stuttgart erlebt, was der Mann für eine Energie hat. Eine Old Skool Legende!

5.) Wo war bisher dein schönster Gig und warum?

Es gibt nicht den schönsten Gig, vielmehr sind es einzelne Momente: Einmal kam jemand vorbei und meinte: „Du hast mich heute glücklich gemacht.“ Wenn ich einen neuen Track spiele, den ich selbst feiere und die Leute gehen darauf ab. Wenn ich mitten in einem Gig ein Lied in irgendeiner Playlist nach Jahren wiederentdecke, es spiele und denke „Wie konntest du so lange ohne dieses Lied auskommen?“.

Wenn Leute zu Liedern feiern, die älter sind als sie selbst. Wenn du den Regler am Mischpult runterziehst und du alle mitsingen hörst. Wenn jemand sich ein Lied wünscht, das jetzt perfekt passt. Wenn Leute kommen und fragen, wann ich denn das nächste Mal auflege.

6.) Wie entspannst du dich nach einem anstrengenden Auftritt, was machst du um zu relaxen ?

Wenn der Club, in dem ich auflege voll und die Stimmung gut ist, dann relaxe ich dort. Danach schaue ich mir meist noch die Fussballergebnisse auf kicker.de an, checke Facebook und die Bilder, die ich gemacht habe. Und dann Rolladen runter und schnell schlafen.

7.) Was sollte ein DJ deiner Meinung nach heutzutage können ?

Er sollte eine gute Auswahl an Musikstücken treffen, den Leuten bekannte und unbekannte Perlen bieten. Die Leute sollen eine gute Zeit mit ihm haben können. Er sollte den Mix abwechslungsreich und mit einem Flow gestalten.

Er sollte keine unpassenden Wünsche erfüllen: A DJ is not a jukebox. Er sollte ein Wissen um die Entwicklung der verschieden Genres haben: Respect the Architects. Er sollte Wertschätzung für die Musik und ihre Produzenten und Interpreten haben.

8.) Bevorzugst du das digitale DJing oder auch Vinyls ?

Ich lege mit Native Instruments Traktor auf. Ich spiele MP3s aus dem MacBook ab und steuere das ganze über Timecode Vinyl mit Technics Plattenspielern, also „best of both worlds“. Da ich ein Sammler kaufe ich aber weiterhin gerne Platten, bin aber froh, dass ich sie nicht mehr in den Club schleppen muss, sondern einen kompakten DJ-Rucksack habe. Am besten sind Vinyl-Platten mit MP3-Download-Codes – „best of both worlds“ eben.

9.) Sicher gab es in deiner Karriere schwierige Zeiten. Gab es Negativerlebnisse?

Doof sind Nächte an denen nichts los ist und auf der Tanzfläche wenig geht. Oder wenn dich Leute mit unpassenden Wünschen nerven und dabei penetrant und unverschämt auftreten. Oder wenn die Technik nicht reibungslos funktioniert.

10.) Was sind deine Ziele für die Zukunft ?

Mein Traum wäre, einmal auf dem Notting Hill Carnival in meiner Lieblingsstadt London aufzulegen, aber es wird sicherlich beim Traum bleiben. Ansonsten: Einfach weiter auflegen auf gut besuchten Partys mit guten Bassboxen und netten Leuten, die gerne tanzen.

Referenzen:

Jazzkeller, Tübingen
Sudhaus, Tübingen
Club 27, Tübingen
Blauer Turm, Tübingen
Schlosscafe, Tübingen
Club Thing, Metzingen
Universum, Stuttgart
Goldmarks, Stuttgart
Zapata, Stuttgart
Corso Bar, Stuttgart
Barbier, Stuttgart
Mata Hari, Stuttgart
Schocken, Stuttgart
Mos Eisley, Stuttgart
Karlsvorstadt, Stuttgart
1. Stock, Stuttgart
uvm.

Externe Links

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