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10 kurze Fragen an DJ Danomusik

29. Juni 2017
1.) Hallo Danomusik, wie lange bist du DJ und womit bist du gestartet ?

Ich bin seit 1998 DJ oder besser gesagt seit 2005 veröffentliche ich Sets und nehme Gigs auf Veranstaltungen wahr. Mein Setup am Anfang waren damals 2 direktdrive Reloop Turntables und ein Behringer Mixer, also lowBudget, aber immerhin ohne Riemen. Das war allerdings immer noch besser als meine Anfänge 1995 mit 2 Kassetten Decks und einem RFT (VEB Köpenik) DISCO2000 Mischpult.

2.) Wolltest du schon immer DJ werden?

Ich verfolge seit Anfang der 90er Jahre gespannt und mit Begeisterung die Entwicklung der Elektronischen Musik. Damals als junger Teenager konnte ich mir schwer vorstellen das ich als DJ auf der Bühne stehen würde und habe jahrelang nur für mich und Freunde Mixtapes gemixt. Irgendwann kamen kleine Gigs dazu, das hat sich dann über die Jahre gesteigert.

3.) Was waren die grössten Einflüsse für dich als du gestartet bist ?

The Prodigy, RMB, U 96, Members of Mayday, Josh Wink, Underworld, Mate Galic, Da Hool, Chris Liebing, Yves de Ruyter, Monika Kruse, Charly Lownoise & Mental Theo, DJ RUSH, Speedy J, Thunderdome(Serie), Dune, Dr. Motte, Hardsequencer, Gary D, Plastikman, Laurent Garnier, Moby, ATB, BBE (Emmanuel Top), Tanith, Cristian Vogel, Joey Beltram,
Neil Landstrumm, Underground Resistance, Blake Baxter, Juan Atkins ...und jeden den ich hier vergessen habe.

4.) Mit wem würdest du gerne einmal zusammen Auflegen und warum ?

Das ist eine schwierige Frage, natürlich könnte ich jetzt eine lange Liste von befreundeten DJs bringen oder damit beginnen den und den Artisten der Oberklasse aufzuzählen. Ich habe oft mit befreundeten DJs gemeinsam oder auch Battles auf 2,3,4.5...Decks gespielt und dabei finde ich es wichtig das man sich gegenseitig gut kennt und die Eigenarten des anderen in seinen Stil und Set einbauen kann, nicht einfach nur Tracks runterspielt mal ICH mal ER.

Ich würde gerne mit Live Artisten arbeiten da ich einen großen Respekt vor deren
Arbeit, Technik sowie Musikbegeisterung auf und hinter der Bühne habe: Stephan Bodzin, KiNK, Octave One, Henrik Schwarz, Dubfire, Rodriguez Jr., Cannibal Cooking Club, Paul Kalkbrenner, Worakls, Anthony Rother.. usw.

5.) Wo war bisher dein schönster Gig und warum ?

Im Tresor in Berlin und die Streetparade 2016 in Zürich waren wirklich Erfahrungen die ich keinesfalls missen möchte und das erlebte gerne in Erinnerung halte, mich gar nach Wiederholung sehne. Aber ganz so einfach ist das dann doch nicht.

Ich hatte Partys in kleineren Clubs bei denen eine wunderschöne familiäre Atmosphäre zwischen DJs und Gästen während des Sets bzw. der Nacht entstand. Das sind Momente an denen man genau fühlt was die Crowd will und Freudentränen in die Augen treibt weil man es nicht fassen kann wie stark man in diesem Augenblick eine Einheit bildet die gemeinsam die Nacht verbringt und sich einfach nur freut, feiert, tanzt und gegenseitig versteht.

6.) Wie entspannst du dich nach einem anstrengenden Auftritt, was machst du um zu relaxen ?

Nach einem anstrengenden Gig ist meine Couch seit langem ein treuer Begleiter, gutes Essen und viele Getränke haben sich allerdings auch bewährt, meine Freunde können mir bei einem Kater gern ihre Anteilnahme bekunden, das kam allerdings noch nie vor.

7.) Was sollte ein DJ deiner Meinung nach, heutzutage können ?

Er sollte erkennen wie die Veranstaltung läuft und was deren Besucher zum Zeitpunkt seines Sets hören wollen bzw. was man dann spielen könnte oder besser sollte. Es macht vermutlich wenig Sinn wenn der DJ zum WarmUp auf einer VA wo der Headliner um 02:00 "Mister-Super-House-DJ" ist, schon um 21:00 das neueste Album vom "Hardest-Hard/Core/Tekk/techno-DJ-Ever am besten auf 4-Decks gleichzeitig für seine 2 Kumpels auf der Tanzfläche spielt die Ihn dafür anhimmeln aber der Rest zum Raucher wird, nur weil im Raucherbereich keine Musik läuft.

Dabei sollte man mich nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen jede Art von Musik, egal ob hard oder soft, wer mich kennt kann das bestätigen aber es sollte zur jeweiligen Situation und Veranstaltung passen. Sollte man als „hard-artist“ in solch einer „soft-warmUp“ Situation landen, vielleicht den Veranstalter fragen was er sich bei dem Timetable gedacht hat.

8.) Bevorzugst du das digitale DJing oder auch Vinyls ?

Sowohl als auch, ich habe mit Vinyls angefangen und spiele es immer noch
sehr gern, allerdings seltener als gewollt. Oft fehlt es auf Events an funktionierenden Plattenspielern oder dem Platz dafür. Da viele DJs inzwischen eine kleine Raumstation-Kommandobrücke aus MidiControllern auf der Bühne aufbauen und scheinbar vergessen das jemand nach Ihnen kommt, der den frisch angezettelten Kabelkrieg gar nicht toll finden wird.

Aber die Vorzüge die einem Digitale Wiedergabegeräte bieten sind nicht zu verachten und ich nutze sie gern also bin ich froh das es sie gibt. Elektronische Musik ist eine Weiterentwicklung anderer Musikstile und Wiedergabetechniken wieso soll sich das nun plötzlich nicht mehr weiterentwickeln dürfen ? Allerdings meine ich das ein via Software gemixtes Set weniger markant klingt und bei so manchen Frequenzen oder Übergängen das ein oder andere kleine Defizit hat.

9.) Sicher gab es in deiner Karriere schwierige Zeiten. Gab es Negativerlebnisse ?

Natürlich, ich denke die hat jeder und bin froh das ich so manches mit der Zeit vergessen habe, sonst würde ich die Motivation und den Spass daran verlieren. Das wichtigste ist was man daraus macht und sich davon nicht aus seiner Umlaufbahn werfen lässt. Und ja ich weiss sehr gut, das ist leichter gesagt als getan.

Ein Tipp noch an alle Security Mitarbeiter oder die es werden wollen:

Der Typ auf der Bühne vor dem Mischpult, der an den Reglern dreht ist "meistens" tatsächlich der DJ, Artist, Musiker usw. Es ist mir bewusst das andere Gäste auch Kopfhörer tragen aber wenn plötzlich ausserhalb des Taktes die Musik aufhört, dann hat man den falschen von der Bühne gezogen.

10.) Was sind deine Ziele für die Zukunft ?

Ich habe letztens viel Zeit im Tonstudio verbracht und die Resultate möchte ich gerne veröffentlichen, ich gebe zu da war ich in der Vergangenheit etwas nachlässig und sollte mich mal darumkümmern. Sonst darf gerne alles mehr oder weniger so bleiben wie es ist, oder besser werden.

Referenzen:

- Tresor / Berlin
- Nachtcafe / Dresden
- Metronom Club / Dresden
- Kamikatze Club / Würzburg
- Zollamt / Stuttgart
- Finca / Stuttgart
- Modul Club / Heilbronn
- Four Runners Club / Ludwigsburg
- Alpha Club / Schwäbisch Hall
- Bunkerkeller / Schwäbisch Gmünd
- Club Code / Schwäbisch Gmünd
- La Cave Club / Schwäbisch Gmünd
- Club 27 Tübingen
- Wom / Hechingen
- Boxenstop Hechingen
- Sonnenkeller / Balingen
- Club Schiller / Albstadt
- Bunkerbeben / Rottweil
- Kongress Festival 2015 / Rottweil
- Sunray / Messkirch
- Tune Club / Tuttlingen
- Komma / Gosheim
- Deja Vue / Villingen Schwenningen
- Douala / Ravensburg
- Raumstation / St. Gallen (CH)
- Streetparade 2016 / Zürich (CH)

Externe Links

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